Aktuelles · Strompreise
Solarstrom und Börsenpreise hängen zusammen: Zusätzliche Solarerzeugung kann das Angebot am Strommarkt verändern. Solarenergie wirkt über das eigene Dach hinaus. Eine vom Bundesverband Solarwirtschaft am 2. September 2026 veröffentlichte Mitteilung nennt ein Ergebnis einer Enervis-Studie: Ohne Photovoltaik wären die durchschnittlichen Börsenstrompreise im Jahr 2025 rechnerisch rund 20 Prozent höher gewesen.
Die Zahl beschreibt einen modellierten Vergleich am Großhandelsmarkt. Sie bedeutet nicht, dass jeder Haushalt durch Solarenergie automatisch 20 Prozent weniger für seinen gesamten Strom bezahlt.
Was kann Ihr Dach beitragen?
Wir besprechen mit Ihnen, welche Photovoltaiklösung zu Ihrem Zuhause passt.
1. Solarstrom und Börsenpreise: der Studienvergleich
Enervis untersuchte die Wirkung der Photovoltaik im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Verglichen wurden die tatsächliche Marktentwicklung und ein Szenario ohne den bestehenden PV-Anteil. Die Prozentzahl gilt für diesen Vergleich und den untersuchten Zeitraum. Sie ist keine feste Regel für jedes künftige Jahr.
2. Warum mehr Solarstrom den Marktpreis dämpfen kann
An der Strombörse treffen Angebote auf Nachfrage. Bei der sogenannten Merit Order werden Erzeugungsangebote nach ihrem Preis geordnet. Solarstrom benötigt keinen Brennstoff und hat geringe zusätzliche Kosten je erzeugter Kilowattstunde. Ein hohes Solarangebot kann deshalb teurere Erzeugung verdrängen und den Marktpreis senken.
Wie stark der Effekt ausfällt, hängt auch von Nachfrage, anderen Kraftwerken, Windstrom und dem Austausch mit Nachbarländern ab. Der Börsenpreis bleibt daher veränderlich. Eine Erklärung der Preisbildung bietet SMARD, die Strommarktplattform der Bundesnetzagentur.
3. Börsenpreis und Haushaltsrechnung unterscheiden
Börsenstrompreis
Preis für gehandelte Energie am Großhandelsmarkt.
Haushaltsstrompreis
Enthält neben Beschaffung weitere Preisbestandteile, zum Beispiel Netzentgelte, Steuern und Vertrieb.
Außerdem beschaffen Versorger Strom zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ein kurzfristiger Preisrückgang muss deshalb nicht sofort in einem bestehenden Festpreisvertrag ankommen. Für Ihren Haushalt sind die konkreten Vertragsbedingungen maßgeblich.
Gut zu wissen:
„Ohne Solar rund 20 Prozent höher“ ist nicht gleichbedeutend mit „mit Solar 20 Prozent günstiger“. Bei einem reinen Rechenbeispiel von 100 statt 120 beträgt die Senkung gegenüber 120 rund 16,7 Prozent. Dieses Beispiel stellt keinen tatsächlichen Tarif dar.
4. Was das für Ihr eigenes Dach bedeutet
Der gesamtwirtschaftliche Effekt beantwortet noch nicht, welche PV-Anlage für Ihr Haus passt. Dafür zählen Dachbedingungen, mögliche Erzeugung, zeitgleicher Verbrauch, Investition und Betrieb. Diese Prüfung sollte unabhängig von einer einzelnen Schlagzeile erfolgen.
- Passt die erwartete Erzeugung zu Ihren Nutzungszeiten?
- Welche Geräte könnten tagsüber Solarstrom verwenden?
- Welchen zusätzlichen Nutzen würde ein Speicher bringen?
- Welche Leistungen und Kosten enthält das konkrete Angebot?
Die Photovoltaikplanung bei Mauro Solar setzt bei Ihrem Gebäude und Ihrem Bedarf an. So lässt sich die Frage nach dem eigenen Projekt konkret beantworten.
FAQ: Solarstrom und Börsenpreise
Bezieht sich die 20-Prozent-Zahl auf 2026?
Sinkt meine Stromrechnung dadurch um 20 Prozent?
Ist damit jede PV-Anlage wirtschaftlich?
Wer hat die genannte Studie beauftragt?
Gilt das Ergebnis unverändert für kommende Jahre?
Was kann Ihr Dach beitragen?
Wir besprechen mit Ihnen, welche Photovoltaiklösung zu Ihrem Zuhause passt.
Fachlicher Stand: Oktober 2026. Quellen: BSW-Solar, Mitteilung zur Enervis-Studie vom 02.09.2026; Bundeswirtschaftsministerium, Bestandteile des Strompreises; SMARD, Informationen zur Strompreisbildung.





